Der Fassanstich

Der Bürgermeister ist gestresst
vorm Anstich beim Oktoberfest.
Das ganze Dorf schaut dabei zu,
es bringt ihn nächtens um die Ruh.

Verloren wären Malz und Hopfen,
wenn er denn bei dem Zapfhahn-Klopfen
mehr als drei Schläge nötig hätte –
ein Tritt in Näpfchen voller Fette.

So steht er jetzt als Fass-Anhauer
im Rampenlicht bei Wirt und Brauer.
Er treibt den Hahn mit festem Hieb
sich wundernd, wo das Bier denn blieb.

Des Fasses Rund ist gänzlich leer
der Bierkonsum fällt dadurch schwer.
Die Burschen ham das Bier geraubt,
sich nachts wohl einen Scherz erlaubt.

Dem Bürgermeister ist gewiss,
das war’s jetzt wohl mit „O zapft is!“
Man spielte ihm – wie heißt das gleich?
Nen Zapfen-Streich.

Es regnet

Es regnet in Strömen
es regnet in Wien

der Wind bläst in Böen
er bläst in Berlin

ich wär gern wo anders
wer wäre das nicht

es heißt schönes Wetter
wär heut nur in Sicht.

Regen

Mein Garten

Dreihundert Meter im Quadrat
steh‘n hinter meinem Haus parat.
Es stimmt wohl ehr, dass sie dort liegen
und warten, dass sie Nutzen kriegen.

Es fehlt der Öde Strauch und Baum,
selbst Blümelein sieht man dort kaum.
Auch Kraut und Rüben wird vermisst,
weil unser Hund sich drauf verpisst.

Um Nutzfläche zu generieren,
könnt ich den Garten betonieren.
Doch selbst Terrasse und Balkon
– besitz ich schon.

Dabei sind Flächen so wie diese
prädestiniert für eine Wiese.
Ich weiß, dann ist für lange Dauer
mein Grundstück auf mich richtig sauer.

Weil das, wenn Aussaat ausgebracht,
den Garten schrecklich rasend macht.

Garten