Das Windrat

Groß und mächtig steht es da
gleichsam einem Ventila-
tor, der von dem hohen Berg
runterpustet auf mich Zwerg.

Pustet langsam, pustet schneller,
je nach Schwung von dem Propeller
und es geht, ich seh’s voraus
dem Wind niemals die Puste aus.

So steh ich hier in kaltem Zug
und denke, blästs nicht schon genug?
Teuren Strom, den wir verprassen,
weil wir uns einen blasen lassen.

Das Frühlings-Gefühl

Die Knospen sprießen, die Säfte steigen
der Frühling kommt und ich kann zeigen,
dass Muskeln in dem Körper stecken,
den jetzt noch Pölsterchen bedecken.

Die Turnschuh’ raus, das Laufshirt an
die Hose zwickt dort wo der Mann
vom Weib sich deutlich unterscheidet,
wo enger Stoff ihn nur bekleidet.

Ich laufe los mit fernem Ziel,
schon überkommt mich ein Gefühl,
während ich durch die Wälder stampf,
kein Frühling – nein, ein Wadenkrampf.