Wenn Weiber feier(te)n

Vor fünf Minuten rein gekommen,
zwei Aspirin mit Schnaps genommen,
seeeehr kleine Augen, tief versenkt,
die schwarzen Ränder nicht geschminkt.

Der Schlüssel passte nicht zur Tür.
Da kann die Dame nix dafür,
wenn dieser Gartenzwerg, der Wicht,
das Glas im Kellerfenster bricht.

Slip und BH steckt unterdessen
in ihrer Tasche, die vergessen
im Herrenklo vom „Feuchten Karl“
jetzt Männern dient als Urinal.

Das Tiger-Top wirkt etwas billig,
fast wie der Schriftzug „Ich bin willig!“,
den ihr schon gestern kurz nach sieben
die Freundin auf die Stirn geschrieben.

Der Stift war breit, grün, wasserfest,
was wohl auf Absicht schließen lässt.
Schnell eine Locke vorgehängt
upps, geht nicht mehr, da schwarz versengt.

Jetzt steht sie vor ‘nem fremden Mann,
der, was er sieht, nicht glauben kann.
Das Klo verkotzt, der Hausherr rasend,
da war wohl gestern Weiber-Faasend.